Ehrenscheiben

Eine Ehrenscheibe (oft auch als Schützenscheibe benannt) wird zu einem bestimmten Anlass gestiftet. Dies kann zum Beispiel wegen eines runden Geburtstages, eines Jubiläums, einem Preisschießens oder einer Hochzeit geschehen. Auf den Scheiben werden der „Stifter“ und der Gewinner der Scheibe namentlich erwähnt.

Ehren- und Königsscheiben sind (besonders im 18. und 19. Jahrhundert) oft künstlerisch gestaltet. Die handbemalte Scheibe aus Holz ist die ursprüngliche Form einer Ehrenscheibe. Außer den bemalten Scheiben gibt es diese auch geschnitzt. Diese sind besonders aufwendig und wertvoll.

Früher wurde noch direkt auf die Scheiben geschossen (siehe rechte Seite der Scheibe). Heutzutage wird auf Papierscheiben geschossen und danach ausgewertet.

Meist gewinnt der Schütze die Scheibe, der das beste „Blattl“ (der Schuss, der am mittigsten ist) geschossen hat. Der Geber kann im Vorfeld auch einen bestimmten Teiler (z.B. einen 75 Teiler zum 75. Geburtstag) festlegen. Es gewinnt dann der Schütze, der am nächsten diesem 75 Teiler kommt.

In unserem Schützenstüberl haben wir über 90 Ehrenscheiben. Die älteste Scheibe ist auf das Jahr 1925 datiert.